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INNOVATION UND UMWELT

Materialkosten in der Wirtschaft

Materialkosten stellen im produzierenden Gewerbe mit über 45% den mit Abstand größten Kostenblock dar. Der Anteil der Personalkosten liegt dagegen mit ca. 17% weit darunter. In vielen Unternehmen werden die Materialkosten nicht im Detail untersucht. Es ist also bei vielen Betrieben im Bereich der Materialkosten, auch angesicht der Höhe dieses Kostenblocks, ein großes Einsparpotenzial zu erwarten.

Grafik: Kostenanteile Material, Energie und Personal

(Quelle: Statitisches Bundesamt)

Während fast alle Firmen zur Verbesserung ihrer Marktfähigkeit intensiv daran arbeiten, die Arbeitseffizienz zu erhöhen, wird die Materialeffizienz oft nicht als kostensenkender Faktor wahrgenommen. Materialkosten sind für viele Unternehmen durch Produktdesign und Fertigungsmethoden scheinbar fest vorgegeben. Es ist daher auch nicht überraschend, dass sich die Produktivität der Arbeit in 45 Jahren um den Faktor 3,5 erhöht hat, während die Materialeffizienz nur um den Faktor 2 gesteigert worden ist.

Grafik: Steigerung von Arbeits-, Material- und Energieeffizienz in 45 Jahren, Entwicklung gegenüber 1960=100% (bis 1990 alte Bundesländer)

(Quelle: Wuppertalinstitut und Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM))

Wissenschaftliche Untersuchungen (ADL; FhG-ISI, Wuppertal Institut, 2005) schätzen das bis 2015 realisierbare Einsparpotenzial auf ca. 20%. Dieses Potenzial ist realistisch und wird durch die Erfahrungen, die in zahlreichen einzelbetrieblichen Untersuchungen gewonnen wurden bestätigt. Bei jährlich verarbeiteten Materialien im Wert von 500 Mrd. – entspricht eine Steigerung der Materialeffizienz um 20% einem Einsparpotenzial von immerhin 100 Mrd. – jährlich.