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STANDORTPOLITIK

Binnenschifffahrt

Die Binnenschifffahrt als typischer Massenguttransporteur tut sich im verändernden Verkehrsmarkt zunehmend schwer. Das Massengutaufkommen stagniert und die Wettbewerber aus dem benachbarten Ausland drängen auf den deutschen Markt. Allein mit dem Containerverkehr von und zu den Seehäfen konnte sich die Binnenschifffahrt ein neues Marktsegment von nennenswerter Bedeutung erschließen. Nach Auffassung der IHK Südlicher Oberrhein ist die Binnenschifffahrt ein unverzichtbarer Verkehrsträger, ohne den die Überlastung von Straßen und Bahnstrecken wesentlich größer wäre. Zudem ist er der einzige Verkehrsträger, der noch in bedeutendem Umfang Kapazitätsreserven bietet. Das Bundesverkehrsministerium erwartet auf Basis eines Gutachtens bis 2010 eine Verdopplung der in der Binnenschifffahrt transportierten Gütermenge in Containern. Die IHK steht allerdings Verlagerungshoffnungen der Politik skeptisch gegenüber, weil die Binnenschifffahrt systembedingt langsam ist und nur ein sehr weitmaschiges Wegenetz verfügt.

Arbeitsgemeinschaft der Binnenmärkte in Baden-Württemberg

Mit dem Rhein befindet sich ein Abschnitt der bedeutendsten europäischen Binnenwassertrasse in der Region Südlicher Oberrhein. Mit den Rheinhäfen in Kehl und Breisach verfügt die Wirtschaftsregion Südlicher Oberrhein über zwei der neun größten baden-württembergischen Binnenhäfen. Die Binnenschifffahrt stellt somit ein nicht unwesentliches Standbein unseres Verkehrsnetzes dar.

Die neun größten baden-württembergischen Häfen haben sich zu der Arbeitsgemeinschaft der öffentlichen Häfen Baden-Württemberg (ARGE Häfen) zusammengeschlossen. Hierbei handelt es sich um die am Rhein befindlichen Häfen Mannheim, Karlsruhe, Kehl, Breisach, Weil und die Neckarhäfen Heilbronn, Stuttgart und Plochingen sowie den Mainhafen Wertheim. Von den rund 33 Millionen Tonnen Gütern, die im Jahr 2007 auf den Wasserstraßen in Baden-Württemberg transportiert wurden, wurden circa 26 Millionen Tonnen in den neun ARGE-Häfen, die restlichen rund 7 Millionen Tonnen an sonstigen Anlegestellen umgeschlagen.

Stand: Januar 2009

DOKUMENT-NR. 1434

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