9.000 Besucher auf der Job-Start-Börse in Freiburg

Schon am ersten Tag der Job-Start-Börse Freiburg freuten sich die rund 220 Aussteller über eine gefüllte Messehalle. Zahlreiche Schüler und Eltern nutzten an beiden Ausstellungstagen die Chance, sich auf der Veranstaltung über Aus- und Weiterbildung und ihre berufliche Karriere zu informieren. Das kostenfreie Forum zur Berufsorientierung fand erstmals auf rund 7.500 Quadratmetern am neuen Standort auf der Messe Freiburg statt.
Auf der Job-Start-Börse Freiburg am 31. Mai und 1. Juni hatten junge Menschen die Gelegenheit zu schauen, welcher Beruf zu ihnen passt. „Der Fachkräftebedarf in unseren Unternehmen wächst. Berufsmessen wie die Job-Start-Börse sind wichtig, damit nicht nur die zehn beliebtesten Berufe gesehen werden, sondern das Angebot der beruflichen Bildung in seiner Breite und Vielfalt wahrgenommen wird“, erklärte Staatssekretär Volker Schebesta MdL vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport auf der Eröffnung der Veranstaltung.
Das diesjährige Motto „Ausbildung zum Anfassen“ ermöglichte es den Besuchern durch einen spielerischen Ansatz ein Gefühl für ihre Talente zu bekommen und Interesse für die entsprechenden Berufe zu entwickeln. So konnten die Besucher beispielsweise am Stand von DEHOGA beim Schaukochen erleben, wie ein Spargel-Erdbeer-Salat oder eine Currysuppe entsteht, beim Aldi-Stand hatten sie die Möglichkeit sich als Verkäufer auszuprobieren und dabei in einer Kassensimulation Produkte mit Barcodes zu scannen. Beim Truck der Dachdecker-Innung gab es die Gelegenheit, Naturschieferplatten in Form zu schlagen und die Firma TDK Mikrotrans hatte einen Lötworkshop im Angebot.
"Ausbildung zum Anfassen heißt für uns aber auch, dass man mit Jugendlichen sprechen kann, die sich selbst gerade in einer Ausbildung befinden, oder gerade abgeschlossen haben“, betonte Andreas Kempff, Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein. Daher waren an den Messeständen neben den Ausbildungsleitern viele Auszubildende dabei, die aus ihrem Ausbildungsalltag berichteten. „Sie sprechen die Sprache der Jugendlichen und nehmen ihnen daher die Distanz, an den Stand zu kommen“, sagte Kempff. Bei den Besuchern kommt das Konzept an. „Bisher habe ich immer etwas verdrängt, was ich später beruflich machen möchte. Hier habe ich jetzt sehr viel Neues erfahren und nehme viele neue Eindrücke von den Berufen mit“, erzählt Julian Milan. Der 15-jährige ist mit seinen Eltern auf der Messe und besucht derzeit die 10. Klasse des Gymnasiums. „Im nächsten Jahr müssen wir ein Praktikum machen. Auch dafür kann ich mich hier gut informieren“, sagt Milan.
Neu auf der Veranstaltung ist die Last-Minute-Börse. Rund 30 Ausbildungs- und Personalverantwortliche von Betrieben aus den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistung, Logistik, Gastronomie und Handwerk standen dabei mit über 60 Angeboten für offene Ausbildungsplätze noch für das Jahr 2017 bereit. Knapp 100 interessierte Jugendliche haben das Angebot angenommen. In Form eines Speed-Datings bekamen sie je Unternehmen zehn Minuten Zeit, sich zu präsentieren. „Ich finde dieses Angebot toll. So hat man die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und nicht nur auf dem Papier zu überzeugen“, erzählt die Besucherin Ann-Kathrin Janke. Die 23-Jährige hatte sich auf der Last-Minute-Börse gleich für zwei Berufe beworben: zur Industriekauffrau sowie zur Kauffrau im Groß- und Einzelhandel. „Es wäre super, wenn eines davon klappt. Ich habe zwar einige Bewerbungen geschrieben, bisher aber noch keine Zusage und inzwischen gibt es nur noch wenige freie Stellen auf diese Berufe“, sagt Janke. Die „Mini-Bewerbungsgespräche“ auf der Last-Minute-Börse sind nicht selten der Türöffner für einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum.
In diesem Jahr wurde die Veranstaltung aufgrund des größeren Platzbedarfs vom Konzerthaus auf die Messe verlagert. „Mit 200 Ausstellern auf der Job-Start-Börse und 20 Ausstellern auf der neuen, angegliederten Weiterbildungsmesse hat sich die Ausstellungsfläche mehr als verdoppelt“, berichtet Thomas Stoffel, Leiter der FWTM-Wirtschaftsförderung. Die Aussteller können sich nun auf rund 7.5000 Quadratmetern in der SICK-ARENA sowie dem Zentralfoyer der Messe präsentieren. Die transparente Raumplanung ermöglicht eine Clusterung der Ausstellungsthemen. „Die neue Aufteilung nach Branchen ist super. Und da alles jetzt auf einer Ebene ist, haben Besucher einen besseren Überblick als im Konzerthaus“, freut sich Ausstellerin Sigrid Schnurr vom Gartencenter Sauter. „Der neue Standort ermöglicht es uns, auch einmal etwas Praktisches auf der Aktionsbühne zu zeigen. Das ist eine tolle Gelegenheit, um das Interesse der Besucher zu wecken“, erzählt Bianka Schneider von Kaisers Gute Backstube. Schneider: „Insgesamt war es für uns eine sehr gute Veranstaltung, wir haben mehrere Praktikumsplätze vergeben und auch interessante Kandidaten für zwei Ausbildungsplätze kennen gelernt. Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“
Wirtschaftlicher Träger der Veranstaltung ist die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Die ideellen Träger sind die Agentur für Arbeit Freiburg, die AOK Südlicher Oberrhein, die Badische Zeitung, die Handwerkskammer Freiburg, die IHK Südlicher Oberrhein und die Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau.
Weitere Informationen finden Sie unter www.jobstartboerse.de
06.06.2017